08.06.26 –
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Der Neumühlenweg zwischen der U-Bahnstation Heddernheimer Landstraße und dem Mertonviertel ist mit 2m Breite für die vorhandenen Verkehrsströme aus Zufußgehenden und Radfahrenden seit vielen Jahren unterdimensioniert.
Was bisher geschah:
Dies vorausgeschickt fordert der Ortsbeirat 15 Jahre nach dem ersten Antrag den Magistrat auf, den Neumühlenweg nun tatsächlich zu verbreitern. Zur Sicherheit und zur Stressminderung der zahlreichen Menschen, die zu Fuß oder auf dem Rad diese wichtige Verbindung nutzen.
Die Zahl der Nutzenden dürfte in den letzten Jahren durch zahlreiche neue Wohnungen und Gewerbeansiedlungen gestiegen sein. Ohnehin ist der Anteil der Wege, die zu Fuß zurückgelegt werden, in Frankfurt in den letzten Jahren erheblich gestiegen (vgl. u.a. Mobilität in Städten 2023). Die Breiten für Geh- und Radwege (jeweils Zweirichtungswege) müssen sich an RASt06 und ERA orientieren.
Die Anschlussstellen, an denen der Radweg wieder in gemischt genutzte Flächen übergeht, sind breit genug für die Zusammenführung der Verkehrsströme: sowohl bei der Urselbachbrücke vor der Gleisquerung als auch beim Platz vor der U-Bahnstation.
Womöglich müsste man die Lichtmasten nicht versetzen: Sie könnten mittig zwischen bisherigem Weg und dem neu zu schaffendem Radweg stehenbleiben, wenn Fuß- und Radweg z.B. mittels eines Trennsteins mit gewölbtem Profil (Radwegplatte) auch für sehbehinderte Menschen wahrnehmbar getrennt werden.
Der Magistrat möge bitte prüfen, ob geeignete Fördermittel des Landes (z.B. aus der Nahmobilitätsrichtlinie) eingeworben werden können.
Begründung:
Dieser Verbindungsweg hat hohe Bedeutung für die Bevölkerung: Menschen laufen von der U-Bahnstation Heddernheimer Landstraße ins Mertonviertel, etwa zum Sozialrathaus, zum Jobcenter, zu ihrer Arbeitsstätte in der Emil-von-Behring-Straße, z.B. Dertour; Eltern bringen ihre Kinder in die Krabbelstube Martha; Schulkinder aus dem Mertonviertel gehen hier zur Heinrich-Kromer-Schule. Gleichzeitig nutzen viele Radfahrer:innen diese Verbindung - tagsüber die Alltagsradler:innen, abends und am Wochenende Freizeitradler:innen mit Rennrad. Denn hier verläuft eine beliebte Route aus der Stadt in den Taunus und zurück. Der Neumühlenweg ist das Nadelöhr dieser Hauptverkehrsader.
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