
30.05.26 –
350 Meter werden zur Fahrradstraße. Win-win-win für alle
Darf man hier auf dem Gehweg radfahren, oder sieht das nur so aus wie ein Radweg? Das fragen sich Radelnde, die von der U-Bahn-Station Heddernheimer Landstraße kommend die Niederurseler Landstraße entlangfahren. Die GRÜNEN im Ortsbeirat 8 baten deshalb den Magistrat, das Radfahren auf dem Gehweg im unteren Teil der Niederurseler Landstraße offiziell zu erlauben. SPD und Linke im Ortsbeirat schlossen sich diesem Wunsch an.
Nun hat der Magistrat geantwortet – mit einer neuen Idee: Er will eine Fahrradstraße einrichten auf den rund 350 Metern zwischen der Ampel an der Kreuzung Rosskopfstraße bis zur U-Bahnstation Heddernheimer Landstraße. Denn Radeln auf dem Gehweg bedeutet Stress für Fußgänger:innen.
Eine Fahrradstraße richten Kommunen dort ein, wo viel Radverkehr ist. Und das ist in der Niederurseler Landstraße der Fall. Die Straße wird als Hauptroute im „Radverkehrskonzept Nord“ geführt. In Fahrradstraßen haben Radelnde Vorrang, sie dürfen zum Beispiel nebeneinander fahren, auch wenn sie den Autoverkehr dadurch behindern. Autos und Motorräder sind in einer Fahrradstraße sozusagen nur zu Gast. (Anmerkung: Auch in anderen Straßen darf nebeneinander gefahren werden – aber nur, wenn der sonstigen Verkehr nicht behindert wird.)
Und die Parkplätze? Bleiben alle erhalten! Neben die Autos wird ein Abstandsstrich gemalt – damit Radelnde nicht in sich öffnende Autotüren fahren. Und auf dem Gehweg haben die Fußgänger:innen ihre Ruhe. Also Win-win-win für alle.
Hier die Magistratsantwort: Link zu Parlis
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