Die GRÜNEN im Nordwesten – Ortsbezirk 8

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Antrag zur 2. OBR-Sitzung

Warum stoppt die Urselbach-Renaturierung?

08.06.26 –

(Link zu Parlis)

 

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Offenbar ruhen die Arbeiten an der Renaturierung des Urselbachs durch die Deutsche Bahn. Zur Erinnerung: Das Bachbett des Urselbachs wird am Oberwasser des Eschersheimer Wehres derzeit auf rund 400 Meter Länge tiefergelegt, außerdem wird eine neue Verbindung zwischen Nidda und Urselbach geschaffen. Die Urselbach-Renaturierung soll als Ausgleich für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Frankfurt nach Bad Vilbel dienen.

Dem Ortsbeirat kam nun zu Ohren, dass die Arbeiter bei den Grabearbeiten auf kontaminierte Schichten gestoßen seien, die man aber mangels Deponiekapazität nicht abtragen könne. Als Fundort wurde genannt der Bereich bei der Urselbachbrücke von der Straße An der Sandelmühle aufs Campingplatzgelände.

Der Ortsbeirat bittet den Magistrat, schnellstmöglich für Aufklärung und für eine Fortsetzung der Arbeiten zu sorgen. Insbesondere hat der Ortsbeirat diese Fragen:

  • Wo genau wurde kontaminierter Boden gefunden?
  • Wer hat den Boden untersucht oder untersucht ihn noch?
  • Was ergab die Analyse bzw. was wird vermutet?
  • Wer könnte der Verursacher gewesen sein?
  • Wohin kann der Boden entsorgt werden?
  • Unterstützt die Stadt Frankfurt den Bauträger bei der Suche nach Entsorgungskapazitäten?
  • Welche Arbeiten an der Renaturierung ruhen nun?
  • Wann gehen diese Arbeiten weiter?
  • Wann wird das Niddaufer rund um die Einmündung(en) des Urselbachs wieder zugänglich als Naherholungsfläche für die Bevölkerung? (Diese Wege waren äußerst beliebt.)
  • Ist der Verusacher der Kontamination bzw. dessen Rechtsnachfolger noch in Haftung zu nehmen?

 Begründung:

Das Wohngebiet Mertonviertel wurde seit Ende der 80er Jahre auf dem ehemaligen Industriegelände der "Metallurgischen Gesellschaft" in Heddernheim erbaut. Der verseuchte Boden war jenseits der Olof-Palme-Straße zu einem Berg aufgehäuft worden. Trotz langjähriger Reinigung und Überwachung des Grundwassers dürfen auch weiterhin in den Gärten keine Privatbrunnen eingerichtet werden. Der Bevölkerung ist das alles sehr bewusst. Dass der lange kanalisierte Urselbach renaturiert werden soll, freut daher alle. Umso beunruhigender wäre es, wenn nun erneut vergiftete Böden entdeckt würden. Eine schnelle Aufklärung wäre wichtig.

 

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